In den Auenbereichen am Rhein oder im Stadtwald von Düsseldorf – 12 Naturschutzgebiete zählt die Stadt insgesamt. Für viele wildlebende Tiere und Pflanzen sind sie ein wichtiger Lebensraum. Doch ebenso Parks wie Hofgarten und Südpark, öffentliche Gemeinschaftsgärten, aber auch private Grünanlagen, bieten nicht nur dem Menschen einen Erholungs- und Rückzugsort, sondern tragen zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.
Der BUND Düsseldorf setzt sich für den Schutz dieser städtischen Flora und Fauna ein. Wir machen auf Veranstaltungen wie dem Wildparkfest oder dem Saatgutfestival auf die lokale Artenvielfalt aufmerksam oder schützen durch praktische Naturschutzarbeit wie im Naturerfahrungsraum Lörick die städtische Umwelt.
Mach doch auch mit!
Exotische Schildkröten bedrohen einheimische Fauna
Rotwangen-Schmuckschildkröte (Foto: MrLebies / Pixabay)
Man kennt es, obwohl man es nicht kennen sollte: Immer wieder landen Haustiere einfach so ausgesetzt vor der Tür. Neben allem Unverständnis für die Gedankenlosigkeit bei der Anschaffung macht vor allem die Verantwortungslosigkeit und mangelnde Empathie des Aussetzens betroffen.
Hund, Katze, Hamster, Kaninchen und Co. landen oft genug im Tierheim, Reptilien und Amphibien hingegen werden oft einfach in die Natur entlassen - im "besten" Fall in vermeintlich passende Umgebung.
Vermeidung von Vogelschlag an Glas
Transparentes Glas ist für Vögel eine unsichtbare Mauer. (Foto: Peter Brenner)
Sind Sie schon einmal gegen eine Glasscheibe gelaufen oder haben eine andere Person gesehen, der das passiert ist? Im Nachhinein ist das meist lustig. Bei Vögeln jedoch nicht! Diese fliegen mit bis zu 100 km/h gegen eine Glasscheibe und sterben an den Folgen. Allein in Deutschland kollidieren jedes Jahr mindestens 18 Millionen Vögel mit Glas.
Das erstaunliche Leben der Mauersegler
Mauersegler im Flug (Foto: Paweł Kuźniar, Lizenz: CreativeCommons by SA-3.0)
Die Tage werden länger, die Luft wird milder und fast pünktlich zum 1. Mai hört man sie wieder – die vertrauten schrillen „sriih-sriih“-Rufe hoch oben am Himmel. Bis zu 10.000 Kilometer hat mancher Mauersegler gerade zurückgelegt. Auf seiner Reise vom südlichen Afrika bis zu uns hat er die Sahara und das Mittelmeer überflogen, ohne auch nur einmal zu rasten. In Europa angekommen, werden die Rückkehrer sich in den nächsten drei Monaten der Brut und der Aufzucht Ihrer Jungen widmen. Diese Zeit bedeutet eine drastische Veränderung im alltäglichen Leben der Langstreckenzieher.
Ein Leben in der Luft
Fast ihr gesamtes Leben lang (das 20 Jahre dauern kann) halten sich die Mauersegler in der Luft auf. Jagd nach Insekten, Balz und Paarung, ja sogar Schlafen finden im Flug statt. Während der neun Monate, in denen sie ziehen und in Afrika überwintern, berühren die Mauersegler meist nicht ein einziges Mal den Boden.
Ökologische Bewertung des Skybeamers „Rheinkomet“
Auswirkungen von Lichtverschmutzung
Tiere und Pflanzen haben sich evolutiv an den natürlichen Tag-/Nacht-Rhythmus angepasst. Der regelmäßige Wechsel von Licht und Dunkelheit gehört bei allen Organismen zu den wichtigsten Umweltsignalen für die Steuerung biologischer Aktivitäten. Veränderungen durch verstärkte Lichtemissionen in der Nacht wurden bereits bei vielen Tierarten beobachtet: Stadtamseln singen in der Nähe künstlicher Lichtquellen später am Abend bzw. früher am Morgen, ähnliches wurde auch bei Rotkehlchen, Blaumeisen oder Wanderdrosseln beobachtet.
Rheinkomet Düsseldorf (Foto: Foto-dus, Lizenz: CreativeCommons by SA-4.0)