BUND-Kreisgruppe Düsseldorf

BUND Düsseldorf beteiligt sich an Wärmeplanung

05. Juni 2024 | Klimawandel, Energiewende

Die Kreisgruppe begleitet die Umstellung auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung kritisch und hat eine Anfrage zu Wärme aus Abwasserkanälen gestellt...

Kommunen sind neuerdings gesetzlich verpflichtet, eine Wärmeplanung vorzulegen. Hintergrund ist, dass Bürger*innen, Unternehmen und sonstigen Nutzern eine sichere Planungsgrundlage für ihre ggf. vorzunehmenden Investitionen bezüglich Heizungsversorgung bekommen. Wo wird zukünftig Fernwärme angeboten, wo ist eher eine private Wärmepumpe die verbleibende Alternative für eine klimaneutrale Wärmeversorgung?

Auf der städtischen Webseite sind Informationen zur Wärmeplanung abrufbar, Unterstützungsangebote aufgelistet und Kontaktadressen für Fragen oder Vorschläge von Bürger*innen eingerichtet. Mehr unter www.duesseldorf.de/umweltamt/umwelt-und-verbraucherthemen-von-a-z/klimaschutz/kommunale-waermeplanung

Die BUND-Kreisgruppe ist von der Stadtverwaltung eingeladen worden, sich an der Wärmeplanung in Düsseldorf zu beteiligen. Das machen wir gerne, als kritische Begleitung, und haben eine erste Anfrage bzw. einen Vorschlag zu Wärmepumpen in Abwasserkanälen gestellt.

Die Stadt teilte mit, dass im Zuge der Potenzialanalyse für die Kommunale Wärmeplanung die Bewertung der energetischen Nutzung von Abwasser mittels folgender Entnahmeansätze vorgesehen ist:
1.    Nutzung ungereinigten Abwassers vor der Kläranlage,
2.    Direkte Nutzung in Kläranlagen.
3.    Einsatz gereinigten Abwassers nach der Kläranlage.
Die Anregung des BUND, nicht nur in der Anlage, sondern auch schon in den Kanälen Wärme zu entnehmen und zu nutzen, könnte damit - so die Antwort aus dem Umweltamt - im Rahmen des Konzeptentwurfes der Stadt abgedeckt sein. Der Vorschlag der BUND Kreisgruppe wird aber auf jeden Fall auch an PwC und die SWD weitergeleitet, damit der Hinweis bei der Potenzialanalyse berücksichtigt werden kann.

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