Erfolgreiches Cleanup der BUND-Gruppe am Paradiesstrand beendet
(Foto: Birgit Höfer)
Erfolgreiche Mitmachaktion beim Rhinecleanup
13 Freiwillige engagieren sich bei der Rhinecleanup-Aktion des BUND Düsseldorf, picken Zigarettenstummel mit Greifern, zerren Müllsäcke aus dem Unterholz, schleppen schwere Stoffreste zu den Saisontonnen.
Die Stimmung bei angenehmem Wetter ist gut, das Ergebnis beachtlich von der Menge her. Die spontane Unterstützung durch Ausflügler finden alle toll, eine kleine Stärkung zwischendurch kommt gut, das Gemeinschaftserlebnis schafft strahlende Gesichter und Siegesposen. Aber am Ende bleibt doch eine Frage …
Unsere Freiwilligen wissen, wo besonders viel Müll anfällt
Valentin ist erstaunt: “So schlimm sah der Paradiesstrand auf den ersten Blick nicht aus, aber welche Müllmengen man dann doch findet!”
Julia war im Unterholz und hat Einweggrills und Verpackungsmaterial von Grillgut gefunden. “Da haben die Leute bestimmt nicht gesessen zum Grillen. Sie haben den Müll bewußt ins Unterholz entsorgt, obwohl so viele Saisontonnen am Strand stehen.”
Anton und sein Freund schleppen schwer an nassen Teppichresten und Kleidungsfetzen. “Die Kleidung haben Leute wohl eher verloren oder sie ist angeschwemmt worden.”
Marvin hat ein Auge für die schönsten Picknickplätze auf den Buhnenköpfen. “Da sehe ich die Leute immer sitzen und habe prompt jede Menge Müll gefunden.”
Jörg ist schon länger für unsere Aktion Kippensammler aktiv und hat ein gutes Auge für Zigarettenkippen, die liegen rund um jede kleine Sitzgelegenheit am Strand.
Eine Gewissheit bleibt: Hier war ein Mensch
Die Frage bleibt: Woher kommt all dieser Müll? Eines ist klar: Der Müll fällt nicht vom Himmel, ein Mensch hat es sich bequem gemacht mit der Entsorgung. Am Flussufer finden wir das besonders verantwortungslos gegenüber der Natur und den anderen Menschen. Durch die Nahrungskette landet Müll über Wasserbewohner wieder auf unserem Teller, das Nikotin im Wasser etc. Mehr zu Littering hier und zu den Umweltrisiken von Zigarettenkippen hier.
Müll verursacht Kosten
Die Stadt stellt im Sommer schon zahlreiche zusätzliche Mülleimer an beliebten Picknickplätzen auf, die sogenannten Saisontonnen. Die Bereitstellung und Leerung verursacht Kosten. Auch in den Straßen der Stadt geht es zu Lasten der Gemeinschaft, wenn Müll auf der Straße landet, nach dem Motto: “Da wird ja sowieso gefegt.” Bei mehr Müll werden die Reinigungshäufigkeiten erhöht. Kleiner Müll wie Zigarettenkippen im Kopfsteinpflaster erfordert Spezialgeräte oder Handarbeit. Das bezahlen alle Bürger mit.
Müll vermeiden - umweltgerecht entsorgen
Müll unterwegs lässt sich mit etwas Planung vermeiden (z. B mit einer eigenen Trinkflasche für unterwegs) oder er lässt sich umweltgerecht entsorgen: Selbst wieder mit nach Hause nehmen, städtische Mülleimer nutzen, Taschenaschenbecher …
Danke fürs Mitmachen!
Bilder von einer erfolgreichen Gemeinschaftsaktion