BUND-Kreisgruppe Düsseldorf
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Über den Tellerrand – Kreisgruppenforum des BUND NRW

03. Dezember 2025 | Mit uns aktiv

Welche Themen treiben den BUND NRW um, welche Themen bewegen die anderen Kreisgruppen und wo gibt es vielleicht interessante Erfahrungen? Beim Kreisgruppenforum können sich Aktive der BUND-Gruppen vernetzen …

Martin Grund referiert zum Moorprojekt  (Foto: Birgit Höfer)

Am Samstag, den 29. November tagten ca. 40 BUNDies aus ganz NRW in den hellen modernen Räumen der Spieloase Bilk (Düsseldorf), darunter vom Landesvorstand Holger Sticht, Kerstin Ciesla, Adalbert Niemeyer-Lüllwitz und Nicola Quarz.

Der Landesvorstand berichtete von der Landesdelegiertenversammlung mit Resolutionen gegen die teure Scheinlösung CCS (Speicherung von Kohlenstoff in unterirdischen Depots) beim Klimaschutz und für einen guten nationalen Wiederherstellungsplan zur Umsetzung der Ziele der EU-Wiederherstellungsverordnung. Er berichtete auch von dem Bemühen um eine Ausweisung des Hambacher Forstes als Wildnisentwicklungsgebiet.

Die Wiederherstellungsverordnung soll auf Wunsch der Kreisgruppen ein Vortrags- und Schwerpunktthema im nächsten Kreisgruppenforum sein.

Der BUND NRW wird eine (voraussichtlich volle) Stelle für die Wiederansiedlung des Luchses in NRW einrichten. Diese wird überwiegend aus Projekt-Fördermitteln finanziert. Für andere bei den Kreisgruppen sehr gefragte Themen stehen solche Mittel leider nicht zur Verfügung: Mobilität, Wasser, Technischer Umweltschutz.

 

Es gab aktuelle SAVE the DATEs: 
19.3.2025 Parlamentarischer Abend in Düsseldorf anlässlich 50 Jahre BUND, Einladung an die Mitglieder folgt.
21.3.2025 nächstes Kreisgruppenforum. Offen ist hingegen noch der Termin für das Sommerfest des BUND NRW, zu dem alle Mitglieder herzlich eingeladen sind.

Bei den Berichten aus den Kreisgruppen ging es um aktuelle Stellungnahmen und Klageverfahren, Mitgliederwerbung und Finanzen.

Im Folgenden ein Überblick über die interessanten Vortragsthemen:

BUND NRW Naturschutzstiftung (Referent: Achim Baumgartner)

„Geeignete Lebensräume und Verbundachsen für Tiere und Pflanzen zu erhalten und wieder zu entwickeln, ist in unserer intensiv genutzten Landschaft sehr schwierig. Deshalb erwirbt die BUND NRW Naturschutzstiftung schützenswerte Flächen. Als Stiftungseigentum sind die Flächen dauerhaft gesichert und stehen zugleich für die aktive Naturschutzentwicklung unmittelbar zur Verfügung.

Viele Biotope müssen für den Fortbestand bewirtschaftet werden, zum Beispiel als Mähwiese. Traditionell und extensiv bewirtschaftete Kulturlandschaftsflächen sind besonders wertvoll für seltene Tier- und Pflanzenarten. Die fachgerechte Bewirtschaftung oder Pflege der Flächen sowie das Monitoring bei besonderen Zeigerpflanzen und -tieren erfolgt vor Ort vom BUND auf ehrenamtlicher Basis.“ (Quelle und mehr https://www.bund-nrw-naturschutzstiftung.de/)

Im Vortrag gab es viel Wissenswertes zum Vorgehen der Stiftung bei der Auswahl von Flächen.


Moorprojekt BUND NRW (Referent: Martin Grund)

„Auf der rechtsrheinisch gelegenen Bergischen Heideterrasse existieren noch zahlreiche Moorlebensräume. Entwässerung, Klimawandel, Zersiedlung und viele andere Faktoren bedrohen diese wertvollen Biotope. Wir verschließen die Entwässerungsgräben und starten die Renaturierung. Denn Moore müssen nass!

In einem Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben konnte der BUND bereits rund 500 Hektar entwässerter Moorlebensräume identifizieren, die sich für eine Wiedervernässung eignen. Im April 2023 ist nun das Umsetzungsprojekt mit dem Titel "Renaturierung von Moorlebensräumen auf der Bergischen Heideterrasse" gestartet. Während der Projektlaufzeit bis 2029 sollen auf insgesamt 68 Flächen Entwässerungsgräben zurückgebaut und diese wertvollen Lebensräume renaturiert werden. 

Projektsteckbrief im Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Die Renaturierung von Moorlebensräumen zählt zu den naturbasierten Lösungen um Artensterben und Klimakrise zugleich zu bekämpfen. Sie ist auch eine geeignete Maßnahme zur Anpassung an die negativen Folgen des Klimawandels.“ (Quelle und mehr https://www.bund-nrw.de/moore-renaturieren/)

Im Vortrag ging es ganz praktisch darum, wie man Moorflächen mit Renaturierungspotential findet, Entwässerungsstrukturen erkennt, die richtigen Stellen für einen Verschluss identifiziert und mit Holz und Hammer im Wald einen passgenauen Verschluss zimmert.

Dazu soll es 2026 ein theoretisches Online-Seminar geben und auch ein praktisches Seminar. Die ersten Teilnehmer haben sich direkt gemeldet.

 

Vorstellung Landesbüro der Naturschutzverbände (Referentin: Regine Becker)

„Das Landesbüro der Naturschutzverbände NRW ist eine gemeinsame Einrichtung der anerkannten Naturschutzverbände » Bund für Umwelt und Naturschutz NRW (BUND), » Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW (LNU) und » Naturschutzbund Deutschland NRW (NABU). Das Landesbüro koordiniert seit dem Jahr 1982 die Mitwirkung der anerkannten Naturschutzverbände in Nordrhein - Westfalen und bietet den Mitgliedern der Naturschutzverbände fachliche Beratung und Unterstützung in allen Fragen rund um die » Verbandsbeteiligung in NRW. …“ (Quelle und mehr https://www.lb-naturschutz-nrw.de/das-buero.html)

Die Rolle des Landesbüros wurde in dem Vortrag konkreter greifbar, was auch zahlreiche interessierte Nachfragen deutlich machten.

 

Last but not least: Tipps für die Fortbildung

  • Ralf Bilke warb für die BUND NRW Aktivenqualifizierung z. B. BUND-CMS, Kommunikation/einfache Sprache für Newsletter oder Website, Gruppen gewinnen Mitglieder
  • Ergänzend wurde auf das Angebot von Ehrenamt 2.0 hingewiesen. Dort findet man kostenlose Seminare für Vereine in NRW, Vereinsorganisation, Öffentlichkeitsarbeit
  • Für Kassierer (und Interessenten für diese Aufgabe) soll es 2026 ein modular aufgebautes Seminarangebot geben.
  • LaBü-Seminare Einsteiger am 31.1. und 31.10. (auch für Interessenten ohne Vollmacht), Restplätze für 31.1.26, Anmeldung hier noch möglich
  • QGIS-Seminar in Präsenz in Oberhausen am 28.3.26

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