BUND und Generation Rauchfrei am Schadowplatz 30. Mai 2026
(Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf Gesundheitsamt)
Ein Stand zum Nichtrauchertag, und mehr Nichtraucher unterwegs als Raucher! So war der Gesamteindruck bei der Aktion am Schadowplatz am 30.05.2026. Der BUND und RhineCleanUp erhielten viel Zuspruch - gerade von Nichtrauchern - für ihre Aktionen gegen Zigarettenkippen in der Umwelt und die Vergiftung von Wasser mit Schadstoffen aus den Kippen.
Was sagen die jüngsten Erhebungen, die pünktlich zum Weltnichtrauchertag erschienen, zum Rauchverhalten der Deutschen?
Gesamtanteil der Raucher an der Bevölkerung 2025 mit 19,1% fast unverändert
“In Deutschland raucht weiterhin knapp ein Fünftel der Bevölkerung. 19,1 % der Menschen ab 15 Jahren haben im Jahr 2025 zumindest gelegentlich geraucht, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus mitteilt. Der Anteil der Raucherinnen und Raucher ist damit im Vergleich zum Jahr 2021 nahezu unverändert: Damals betrug er 18,9 %. Im Jahr 2017 wurde mit einem Anteil von 22,4 % noch etwas mehr geraucht.” Dass Rauchen unter Menschen mittleren Alters am stärksten verbreitet ist, und Männer häufiger rauchen als Frauen, überrascht nicht weiter bei diesen Zahlen aus dem Mikrozensus (Voller Artikel beim Statistischen Bundesamt - Zahl der Woche Nr. 22 vom 26. Mai 2026)
Die schlechte Nachricht: Jüngere rauchen wieder häufiger
Das Statistische Bundesamt vermeldet weiter: “Unter jüngeren Menschen ist Rauchen wieder etwas mehr verbreitet als vor einigen Jahren. Im Jahr 2025 rauchten 15,6 % der 15- bis 24-Jährigen zumindest gelegentlich. Vier Jahre zuvor lag der Anteil bei 14,5 %. Im Jahr 2017 hatten 18,3 % in dieser Altersgruppe angegeben, dass sie zumindest gelegentlich rauchen.”
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) hat sich in der Drogenaffinitätsstudie 2025 speziell mit dem Substanzkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland befasst, und differenziert: "Demnach rauchte 2025 fast jeder Zehnte der 12- bis 17-Jährigen (9,6 %). 2021 waren es noch 6,1 Prozent. Damit zeigt sich bei Jugendlichen eine gegenläufige Entwicklung zum langfristigen Rückgang des Rauchens bei jungen Erwachsenen. Besonders auffällig: Vor allem Mädchen rauchen deutlich mehr als noch vor fünf Jahren. In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen sank der Anteil Rauchender von 29,8 Prozent im Jahr 2021 auf 26,3 Prozent im Jahr 2025.
Weiter auf dem Vormarsch ist bei jungen Menschen das Vapen: Der Konsum von Mehrweg-E-Zigaretten nimmt deutlich zu. Bei Jugendlichen stieg der Anteil der Konsumierenden seit 2021 von 2,9 auf 6,7 Prozent bei männlichen Jugendlichen und von 1,8 auf 7,8 Prozent bei weiblichen Jugendlichen. Auch bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren hat sich der Konsum erhöht. Bei den jungen Männern nahm der Anteil der Konsumenten von 6,9 Prozent (2021) auf 13,3 Prozent (2025) zu. Bei den jungen Frauen stieg er von 4,7 auf 11,9 Prozent." Hier der Link zum vollen Artikel und Unterstützungsangeboten des BIÖG für den Rauchstopp.
Zur Diskussion über ein Verbot bestimmter Aromen oder Produktverbot für Einweg-E-Zigaretten generell wie in Frankreich und Belgien wegen Gesundheits-, Umweltrisiken und Brandgefahr siehe Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe vom 06.02.2026.
Rauchfrei werden - Hilfe in Düsseldorf
Einige Raucher haben sich bei der Aktion am Schadowplatz gründlich beim Gesundheitsamt und LVR über Möglichkeiten der Rauchentwöhnung, sowie bei Crosspoint über Schadstoffe in Zigaretten informiert.
Weiterführende Informationen von Bündnispartnern
Gesundheitsamt Düsseldorf zum Aktionsbündnis “Generation Rauchfrei”
LVR - Zentrum für Tabakentwöhnung (ZENTAB)
Crosspoint - Die Düsseldorfer Suchtprävention
RhineCleanUp
Aktion “Kippensammler” des BUND Düsseldorf