Installierte PV-Leistung in Düsseldorf
(Diagramm: Stadt Düsseldorf-Umweltamt)
Das letzte Update zum Stand der Treibhausgasemmissionen gab es 2022 (s. Diagramm und verlinkte Meldung), der nächste Bericht zur Energie- und Klimabilanz der Stadt, der dann auf Daten bis 2024 basiert, wird es erst gegen Ende dieses Jahres geben.
Um den Bürgern einen aktuelleren Einblick in den Stand auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2035 und die laufenden Maßnahmen zu geben, hat die Stadt jetzt den Klimaschutz-Monitor online gestellt.
Beispiele
Hier kann man sich z.B. durch die verschiedenen Sektoren, wie z.B. Gewerbe & Handel, Mobilität, Bildung u.a. klicken, und findet Informationen über den aktuellen Status von geplanten und durchgeführten Maßnahmen. Jede Maßnahme kann man wieder anklicken und bekommt Informationen über den Stand des Projektes.
So findet man unter Mobilität/Radverkehr/Sharingstationen z.B. die umgesetzten Meilensteine und eine Karte mit den markierten Sharingstationen. Was bei diesem Thema leider nicht zu finden ist, sind Informationen zum Radwegeausbau. Unter Zahlen, Daten und Fakten findet man z.B. Diagramme über den Ausbau von PV-Anlagen im Stadtgebiet oder der Anzahl an zugelassenen E-Autos.
Unter dem Reiter Maßnahmen kann man über verschiedenen Auswahlfelder auch gezielt nach interessierenden Themen suchen, und weiter unten auf der Seite sind auch nochmal alle Maßnahmen im Überblick zu finden.
Größere Transparenz aber auch Schwachpunkte
Damit macht der Monitor den Weg zur Klimaneutralität für Bürger erfahrbarer und transparenter.
Nachteilig ist allerdings, dass die wichtigsten Daten und Zahlen zur Treibhausgasemissionen und zum Endenergieverbrauch nur mit 2 Jahren Verzug zur Verfügung stehen (s. Diagramm). Dies liegt daran, dass die Stadt bestimmte Werte nicht selbst erhebt, z.B. CO2-Ausstoß des KFZ-Verkehrs, sondern hier auf die durch Bundesumweltamt erhobenen Werte warten muss. Zusätzlich bewertet die Stadt seit 2020 nach der BISKO-Methode (damit werden auch andere klimarelevante Daten wie Methan und Lachgas betrachtet, s. auch unsere oben verlinkte Meldung von 2025), die eine Vergleichbarkeit unter den Kommunen schafft. Dafür werden viele überregionale Daten benötigt und müssen zusammengeführt werden, was sehr zeitaufwendig ist und worauf die Stadt keinen Einfluss hat.
Wie gut Düsseldorf auf dem zum 2 t pro Kopf-Emissionsziel unterwegs ist, lässt sich daher aktuell schlecht beurteilen, da die letzten Daten von 2022 stammen und die Jahre 2020-2022 durch Sondereffekte wie die Corona-Pandemie und die Umstellung auf die BISKO-Methode geprägt waren.
Neuer Treibhausgasbericht Ende 2026
Wir dürfen also auf den neuen Bericht Ende des Jahres gespannt sein und können mit dem Monitor nun aber immer aktuell den Umsetzungsstand diverser Maßnahmen verfolgen - ein gutes Werkzeug, finden wir. Es wäre aber schön, wenn der Umsetzungsstand des Radwegeausbaus noch ergänzt würde.