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Energie- und Treibhausgasbilanz der Stadt Düsseldorf für 2022

11. März 2025 | Energiewende, Mobilitätswende, Klimaschutz

Wird Düsseldorf das ehrgeizige Ziel erreichen, bis 2035 klimaneutral zu sein? Was bedeutet das genau und wo steht die Stadt auf dem Weg dahin? Für 2022 liegt jetzt die Bilanz vor...

Diagramm mit Treibhausgasemissionen Pfad zur Klimaneutralität für Düsseldorf  (Bild: Stadt Düsseldorf/Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz)

Klimaziele der Stadt
2019 hat der Rat der Stadt beschlossen sich auf den Weg zu machen bis 2035 die Klimaneutralität zu erreichen.

Was bedeutet das jetzt genau? Die EU definiert Klimaneutralität als ein Gleichgewicht zwischen Kohlenstoffemissionen einerseits und der Aufnahme von Kohlenstoff aus der Atmosphäre in Kohlenstoffsenken andererseits. 2021 betrugen die jährlichen globalen CO₂-Emissionen 37,8 Gigatonnen, die Kohlenstoffsenken haben dagegen maximal 11 Gigatonnen aus der Atmosphäre absorbiert. D.h. um ein Gleichgewicht herzustellen müssen die Emissionen weltweit auf max. 11 Gigatonnen reduziert werden, was einer Reduzierung um ca. 70% entspricht.

Laut der Stadt emittiert jeder Einwohner in Düsseldorf im Schnitt 6t CO2 pro Jahr und man hat sich zum Ziel gesetzt dies bis 2035 auf 2t zu reduzieren, was einer Reduzierung um 67% entspräche.

Einergieverbrauch und Treibhausgas-Emissionen 2022
Bis 2020 war die Stadt hier auf einem guten Weg. In 2022 sind die Treibhausgas-Emissionen allerdings wieder um 7,9% angestiegen, obwohl gleichzeitig der Energieverbrauch infolge der gestiegenen Energiepreise um 3,01% gesunken ist. Dennoch liegt Düsseldorf 20,5% unter dem Bundesdurchschnitt.

Ursache für die gestiegenen Treibhausgas-Emissionen war zum einen, dass Erdgas in der Stromerzeugung und industriellen Prozessen durch Öl und Kohle ersetzt wurde und zum anderen konnte im Verkehrssektor durch den nach der Corona-Krise wieder angestiegenen Verkehr im Vergleich zu 2020 nichts eingespart werden.

Änderungen bei der Berechnung (BISKO-Methode)
Um die Treibhausgas-Emissionen der Kommunen deutschlandweit vergleichbar zu machen hat die Stadt Düsseldorf seit 2020 die Daten nach der BISKO-Methode ermittelt, was bedeutet, dass nicht nur CO2, sondern alle Treibhausgase (Methan, Lachgas) erfasst werden, die Emissionen mit energetischer Vorkette erfasst werden, auch Flugverkehr, Binnenschiffahrt und Transitverkehr berücksichtigt werden, keine Witterungsbereinigung erfolgt und vor allem zur Berechnung der Emissionen der Bundesstrommix-Faktor eingesetzt wird. Die BISKO-Werte sind entsprechend etwas höher, so dass zur Erreichung des Zieles noch grössere Anstrengungen nötig sind. In der Bilanz sind für 2020 und 2022 noch beide Werte ausgewiesen.

Prognose
Der Rückgang der Treibhausgasemissionen für 2023 liegt deutschlandweit bei ca. 10%, davon sind aber nur 15% langfristige Einsparungen durch Klimaschutzmassnahmen, der größte Teil sind konjunkturelle Auswirkungen. 2024 liegt vorr. auf ähnlichem Niveau. Der Emissionsfaktor wird sich durch weiteren Ausbau der Erneuerbaren kontinuirlich verbessern, aber für die Kommunen ist nun vor allem der Verkehrs- und Gebäudesektor relevant und da stagniert es derzeit...

Wer sich für weitere Details interessiert: hier geht´s zur Energie- und Klimabilanz der Stadt

 

 

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