Diskussionspanel beim KlimaDiskurs.NRW am 24.03.25
(Foto: Stephanie Schauhoff)
Am 24.04.25 hatte KlimaDiskurs.NRW zu einer Vortragsveranstaltung mit dem Thema "Zwischen Konflikt und Akzeptanz - Transformation gemeinsam gestalten" in die NRW-Bank eingeladen.
KlimaDiskurs.NRW ist eine Plattform auf der sich Unternehmen und Umwelt- und Verbraucherverbände austauschen um die Klimatransformation unter dem Motto "Das Klima schützen und den Wirtschafts- & Industriestandort NRW stärken" gemeinsam zu gestalten.
Dr. Ute Müller-Eisen, Interim-Geschäftsführerin von KlimaDiskurs.NRW
Dr. Ute Müller-Eisen stellte nach der Begrüßung die Ergebnisse einer neuen `Studie zum Potenzial intermediärer Diskursformate zur Gestaltung der Transformation in NRW´vor. Es ging um die Identifizierung bereits existierender Initiativen und Plattformen in NRW, deren Ansätze und Methoden, was sie für die Transformation leisten und welche Verbesserungspotentialen es gibt. Es wurden 70 Initiativen gefunden und 9 intensiver untersucht. Zentrale Erkenntnisse waren, dass alle Mitglieder der Initiativen motiviert sind die Transformation voranzutreiben, dass die wichtigsten Erfolgsfaktoren Vertrauen und regelmäßiger Austausch zwischen den Akteuren sind und interne Gesprächsformate und informelle Gespräche als am effektivsten bewertet werden. Für die Zukunft ist es wichtig die verschiedenen Initiativen stärker zu vernetzen, Vertrauensverhältnisse herzustellen und Ansätze für gemeinsame Stossrichtungen zu finden.
Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz u. Energie, NRW
Als Keynote-Speakerin gab Mona Neubaur einen engagierten Überblick über die klimapolitischen Massnahmen der aktuellen Legislaturperiode, wo NRW steht und was die weiteren Herausforderungen sind. 2,7 Mrd. wurden in 2 Massnahmenpaketen mit 68 bzw. 35 Einzelmassnahmen in den Klimaschutz investiert mit dem Ergebnis, dass NRW 2024 die Nr.1 beim Windkraftzubau war und auch 2025 bis jetzt mit 4,5GW an Neugenehmigungen den 1. Platz belegt. Seit 2023 ist das Bürgerenergiegesetz in Kraft, dass die Bürgerbeteiligung ermöglicht bzw. Bürger und Kommunen müssen Beteiligungen angeboten bekommen, was auf sehr viel Interesse stösst. Die Ladesäuleninfrastruktur wird engmaschig geplant. Und für die Wärmewende setzt NRW stark auf Geothermie, wofür ein Risikofonds aufgelegt wurde um das Investitionsrisiko zu minimieren. Hierzu läuft eine Aufklärungskampagne. Darüberhinaus wird an der Wiedervernässung von Mooren und dem Waldschutz gearbeitet.
Zum Abschluß warb die Ministerin sehr begeistert für die neue webseite www.gutesklimafuer.nrw, auf der viele Beispiele zu finden sind, wie Zukunft schon klimafreundlich gestaltet wird.
Katja Witte, Kommissarische Abteilungsleiterin "Zukünftige Energie- und Industriesysteme, Wuppertal
Katja Witte stellte den Plan für eine weitere Studie mit dem Thema `Gesellschaftliche Dynamiken im Bereich der Industrietransformation´ vor. Am Beispiel der Bereiche Emissionshandel ES-2, Industrietransformation und kommunale Wärmeplanung sollen Instrumente entwickelt werden um Konflikte rechtzeitig zu erkennen und zu lösen und zu gemeinsamem Handeln zu kommen.
Die anschließemde Podiumsdiskussion mit Mona Neubaur, Prof. Manfred Fischedick (Wupp.Inst.), Dirk Jansen (BUND), Dr. Johannes Ruppert (VDZ Techn.), Klaus Breyer (KlimaDiskurs.NRW) war leider zeitlich so kurz bemessen, dass es nicht über allgemeine Statements zum Thema Transformation hinausging und nicht zu einer wirklichen Diskussion kam.
Im Anschuß gab es die Möglichkeit sich bei einem Imbiss zu vernetzen. Die Veranstaltung war sehr gut besucht