Einige der BUND-Mitglieder beim Flyerverteilen in Himmelgeist
(Foto: Klaus Kurtz)
… und die Fragen der Bürger*innen waren sehr präzise. Die in den Stadtteilen Himmelgeist und Itter verteilten Flyer und die BUND-Presseinformation in der Rheinischen Post waren von vielen gelesen worden. Einige wollen selbst Stellung nehmen im Planfeststellungsverfahren.
Auch bei der flächendeckenden Flyerverteilung in den Stadtteilen Himmelgeist und Itter in der vergangenen 10 Tagen gab es fast ausschließlich freundliche Reaktionen. Bei der persönlichen Übergabe eines Flyers hieß es bspw. seitens eines Anwohners in Himmelgeist: „Solche Informationen hätte ich mir von der Stadt gewünscht.“
Diese Erfahrungen bestätigen die Ergebnisse der Petition, die im Jahr 2020 von der Deichkonferenz, dem Bündnis aus Umweltverbänden, Vereinen und Initiativen, durchgeführt worden war. 2/3 der damals abgegebenen 3.428 Stimmen sprachen sich für die Rückverlegung des Deichs aus und stammten aus den betroffenen Stadtteilen Himmelgeist, Itter und Teilen von Wersten und Holthausen, die ebenfalls von Überschwemmungen betroffen wären.
Dass das Interesse hoch ist, insbesondere in den von der Deichsanierung betroffenen Stadtteilen, zeigte auch die Informationsveranstaltung des Stadtentwässerungsbetriebs Düsseldorf am 13.08.2026 zum Baubeginn der Abschnitte 1 und 2 des Deichs in der Ortslage. Über 100 Bürger*innen nahmen teil. Der BUND begrüßte auf dieser Veranstaltung ausdrücklich den Baubeginn und die Position des BUND /der Deichkonferenz wurde von den Anwesenden auf der SEBD-Veranstaltung mit großem Interesse zur Kenntnis genommen.
Mit der Flyerverteilung geht der BUND Düsseldorf in die Diskussion mit der Öffentlichkeit. Und der BUND wird in den betroffenen Stadteilen weiterhin aktiv sein und für Informationen und Gespräche mit den Bürger*innen zur Verfügung stehen.
Auch Bundes- und Landespolitik verlangt klimaangepassten Hochwasserschutz
Ein Hochwasserschutz, der die aktuellen Entwicklungen in Hinsicht auf Klimaveränderungen, Arten- und Naturschutz, Extremwetterereignisse und Wasserhaushalt berücksichtigt, wird immer drängender. Das zeigen auch die zunehmend besorgten Äußerungen von zuständigen Behörden und Politiker*innen auf Landes- und Bundesebene.
Auch der im Februar 2026 beschlossene Pakt für Hochwasserschutz Nordrhein-Westfalen, unterzeichnet u.a. auch vom Städtetag, fordert ein Umdenken. Die Düsseldorfer Verantwortlichen werden aus Sicht des BUND ihrer Verantwortung für einen an diese Veränderungen angepassten und besseren Hochwasserschutz nicht gerecht. Bis zum 18. November können Bürger ihre Einwendungen gegen die vorgelegte Sanierung auf alter Trasse einreichen.
Hintergrund
Mitglieder des BUND Düsseldorf haben in der letzten 10 Tagen flächendeckend Flyer in Himmelgeist und Itter verteilt, um die direkt von der Sanierung des Himmelgeister Rheindeichs betroffene Bevölkerung über die Vorteile der vom BUND geforderten Deichrückverlegung zu informieren. Im Flyer erläutern wir unsere Position zur Deichsanierung.
Der Flyer wird auch im übrigen Düsseldorf über den BUND, an Infoständen und geeigneten Verteilstellen für Interessierte und Organisationen zur Verfügung stehen. Auf der BUND-Webseite ist zudem eine ausführliche Darstellung der fachlichen Hintergründe zum Deichstreit verfügbar.