BUND-Kreisgruppe Düsseldorf
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Solarfaltdach auf der Kläranlage Düsseldorf-Süd

11. Mai 2026 | Klimaschutz, Energiewende

Die Stadt investiert in Klimaneutralität! Ein schönes Beispiel ist das neue Solarfaltdach auf der Kläranlage Düsseldorf-Süd. Besonders zu begrüßen ist, dass damit keine zusätzlichen Flächen versiegelt worden sind!

Solarfaltdach auf der Kläranlage Düsseldorf-Süd  (Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf / David Young)

Leistungsstarke PV-Anlage

Das Solarfaltdach wurde auf etwa einem Hektar Fläche oberhalb der Klärbecken errichtet. Es ist eine leistungsstarke PV-Anlage mit 1,37 Megawatt Peak Nennleistung! „Sie kann bei Bedarf wie eine Ziehharmonika in 60 Sekunden ein- oder ausgefahren werden.“ Die Anlage wird die Eigenstromversorgung des Klärwerks auf 75 Prozent steigern.

„Die Technik des Solarfaltdachtes funktioniert ähnlich wie eine Seilbahn: Die 2.640 Solarmodule sind an Stahlseilen aufgehängt und entfalten sich sechs Meter hoch über der Kläranlage. Die tragende Struktur ruht auf weit gesetzten Stützen mit bis zu 32 Metern Abstand. Insgesamt wurden 150 Tonnen Stahl verbaut und acht Kilometer Trag- sowie acht Kilometer Zugseile verlegt. 

Der Faltmechanismus des Solarfaltdaches wird durch einen intelligenten Algorithmus gesteuert: Bei Sonne fährt das Dach aus, bei Sturm, Schnee oder Hagel zieht es sich automatisch in die Schutzposition zurück. So bleibt die Anlage auch im Winter schneefrei und produktiv. Für Wartungs- oder Bauarbeiten an den Klärbecken kann das Solarfaltdach einfach über eine manuelle Steuerung eingefahren werden.“

Kosten, Amortisation, Flächenschutz

Gekostet hat das Projekt 6,8 Millionen Euro, bei einem Fördermittelanteil von ca. 4 Millionen Euro. Die Amortisation wird in etwa 6 Jahren erfolgt sein. Die Anlage gehört zu den größten derartigen Solardächern in Deutschland.

Dieses Beispiel zeigt, dass es unnötig ist, für Fotovoltaik Freiflächen und Gewässer (hier Floating PV) zu belasten. Multifunktionale Nutzung ist der Fachbegriff: mehrere Funktionen auf einer Fläche ermöglichen! Alleine mit Fotovoltaik auf geeigneten Dächern auf Düsseldorfer Gebäuden wäre der heutige Strombedarf der Stadt zu einem Prozentsatz zwischen 40 und 60 Prozent zu decken (geeignete Dächer sind im Solarkataster der Stadt Düsseldorf leicht zu ermitteln)! Der BUND sieht deshalb weitere Flächenbelastung, wie z.B. die geplante Floating PV-Anlage auf dem Universitäts-See, äußerst kritisch. (Zitate aus der Presseinformation der Stadt vom 22.04.2026)

Verlinkt ist hier ein informatives Video über das oben beschriebene Projekt auf dem Youtube-Kanal der Stadt https://www.youtube.com/watch?v=iZQ0iUz3mkY 

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