Teilnehmer beim Seminar zu Obsidentify
(Foto: Klaus Kurtz)
Organisiert von der BUND Kreisgruppe Düsseldorf fand am 29.03. in der Biologischen Station Haus Bürgel eine Einführung in die Handhabung und Nutzung der Datenbank Observation.org und die damit kompatiblen Apps , insbesondere "Obsidentify", statt.
Dr. Sascha Eilmus, Diplom-Biologe der Offenland Stiftung Leichlingen (LNU) und Mitglied der NaturFreunde Leverkusen e.V. erklärte sehr systematisch und leicht verständlich die Funktionen, die Handhabung und die Nutzung der weltweit frei zugänglichen Datenbank Observation.org, auf der Beobachtungseinträge (Fotos, Audio-Dateien) von Insekten, Käfern, Vögeln, Pflanzen etc. mit den zugehörigen Zeitangaben und GPS-Daten gespeichert sind.
Die Daten können von Fachleuten wie auch von jedermann über Apps wie Obsidentify, Obsmapp mit Fotos oder auch Merlin oder Bird.net mit Audio-Dateien in die Datenbank hochgeladen werden. Die Daten werden durch das System noch auf Plausibilität geprüft und ggfs. mit weiteren Informationen ergänzt bzw. auch von Fachleuten gegengecheckt.
Die Datenbank ist frei verfügbar und wird intensiv von Forschern oder auch städtischen Einrichtungen für Forschungsprojekte und Auswertungen genutzt. So kann jeder mit seinen Naturbeobachtungen zu Forschungsdaten beitragen.
Wichtig ist, dass jeder Eintrag zählt: es geht nicht nur um seltene Tiere und Pflanzen sondern auch um alle ganz gewöhnlichen in unserer Umgebung. Gerade für die häufig auftretenden Pflanzen und Tiere gibt es noch zu wenig Daten, so dass jeder Datensatz zur Vervollständigung der Kartierung der Natur beiträgt.
Nach Erstellung eines Kontos auf Observation.org, und herunterladen der App, konnten die Teilnehmer gleich mit Obsidentify loslegen und draussen auf der nächsten Wiese die ersten Bestimmungen durchführen und die Fotos hochladen. Die Handhabung der App ist selbsterklärend und einfach!
Man kann sich auf Observation.org auch ein eigenes Beobachtungsgebiet einrichten und schauen, was dort schon bestimmt wurde und wer dort aktiv ist. Ausserdem kann man auch "BioBlitze" einrichten, womit man andere Naturbeobachter einlädt in einem bestimmten Gebiet innerhalb eines definierten Zeitrahmens nach ganz bestimmten Tieren oder Pflanzen zu suchen.
Alle Teilnehmer waren sich einig: es ist eine spannende Sache und es macht Spass auf diese Weise die Forschung und den Naturschutz zu unterstützen!!