Projekt: Nachbarschaftszone Paulusplatz - Gestaltungsworkshop
(Foto: Stephanie Schauhoff)
Am Samstag den 08. Februar hatte das Amt für Verkehrsmanagement Anwohner des Paulusplatzes und Interessierte zu einem Workshop für die Gestaltung der neuen Nachbarschaftszone rund um die Pauluskirche eingeladen. An die 50 Teilnehmer hatten sich angemeldet und wurden von einem Team der beauftragten Planersocietät durch die Veranstaltung begleitet.
Schon vor Beginn der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmer an den aufgestellten Pinwänden über zur Verfügung stehende Gestaltungselemente informieren und erste Ideen und Wünsche auf den Pinwänden aufschreiben.
Der offizielle Teil begann dann mit einem Grußwort von Umweltdezernent Jochen Kral, der hervorhob, dass dieses Projekt einen besonderen Push dadurch bekommen hat, dass hier Initiativen von zwei Seiten - der Stadt und der Anwohner - zusammengekommen sind. Laura Groß, die das Projekt von Seiten der Stadt betreut, gab dann eine allgemeine Einführung und erklärte die Einordnung von Nachbarschaftszonen in die bestehenden Verkehrsregelungen.
Dr. Meike Othengrafen von der Planersocietät führte im Detail aus welche verkehrstechnischen Vorraussetzungen für die Einrich- tung von Nachbarschaftszonen gelten, wie der Zeitplan des Projektes aussieht und worum es im folgenden Workshop gehen sollte.
Mit viel Engagement und Spass ging es dann in vier Gruppen an die Arbeit. In vier Klassenräumen der Paulusschule lag jeweils ein Lageplan des Paulusplatzes mit den angrenzenden Strassenzügen sowie Gestaltungselemente in maßstabgerechter Größe und Stifte, Papier und alles Nötige für die kreative Arbeit aus.
In den Diskussionen der Teilnehmer stellten sich schnell zentrale Problempunkte heraus. Z.B. wie reduziert man den Verkehr rund um die Pauluskirche? Dass der Bring- und Abholpunkt für die Kinder der Paulusschule nach ausserhalb der Nachbarschaftszone verlegt wird, war schon von der Stadt vorgegeben; aber wie verhindert man am besten, dass die Paulusstrasse von Autofahrern als Abkürzung benutzt wird? Wie verhindert man das Zuparken ausserhalb der vorgesehenen Parkplätze? Wo bringt man am besten die Fahrradabstellplätze unter, auch mit Platz für Lastenräder?
Beim Arrangieren von Sitzgelegenheiten und Pflanzkübeln war zu auch berücksichtigen, dass vor der Kirche ausreichend Platz für die Kirchenbesucher bleiben muss und dass eine gute Sichtachse zur Schule bleibt, so dass die Kinder die abholenden Eltern schnell finden. Bei der Gestaltung der Optik und der Bepflanzung waren die teilnehmenden Kinder besonders aktiv: hier bitte ein Pflaumenbaum, dort die Strassenfläche schön bunt bemalt und genug Platz zum Spielen. Weitere Gestaltungsideen waren Bücherschrank, Schachspieltisch, eine kleine Bühne u.v.m.
Zentrale Gemeinsamkeit fast aller Gruppen war am Ende eine Änderung der Einbahnstrassenrichtung der Paulusstrasse und die Gestaltung des Platzes vor der Kirche als zentrales Element.
Die Planersocietät wird nun sehr kurzfristig aus den Workshopplänen einen machbaren Entwurf erarbeiten, der dann noch im ersten Quartal in den Gremien abgestimmt und beschlossen werden soll. Im 2. Quartal soll die Nachbarschaftszone dann bereits aufgebaut sowie ein Pflanzworkshop mit der Initiative "Platzgrün" durchgeführt werden.
Im 2. oder 3. Quartal ist ein Nachbarschaftsfest und eine Bedarfserhebung zur Verstetigung des Projektes geplant. Und im 4. Quartal wird dann auf politischer Ebene über die Verstetigung des Projektes entschieden und die Projektphase mit einem Abschlussworkshop, Evaluation und Abschlussbericht abgeschlossen.
Alle Beteiligten freuen sich auf die Umsetzung....