BUND-Kreisgruppe Düsseldorf
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Neue Zisterne in Garath soll bei Starkregen Kellerüberflutungen verhindern

13. Juli 2026 | Klimaanpassung, Hochwasserschutz

Seit dem ersten Juni laufen in Garath die Arbeiten an einem 140 Kubikmeter fassenden unterirdischen Speichersystem für Niederschlagswasser …

Pumpe im Bauschacht Zulaufschacht-zur-Zisterne-an-der-Wilhelm-Kreis-Strasse  (Foto: Stadt Düsseldorf / Claus Langer)

Ziel des Projekts ist es, Regenwasser künftig intelligenter zu nutzen und Erfahrungen zu sammeln, ob und wie man die Folgen von Starkregenereignissen lokal steuern kann. Dazu wird auf dem städtischen Grundstück an der Wilhelm-Kreis-Straße eine „smarte“ unterirdische Zisterne gebaut, die das Niederschlagswasser der Umgebung aufnimmt. 

Smartes System
„Smart“ bedeutet dabei, dass die Zisterne mit einem intelligenten Informationssystem ausgestattet ist. Dieses sorgt unter Zuhilfenahme von Regenradardaten verschiedener Stationen dafür, dass die Zisterne rechtzeitig vor einem Starkregenereignis in die Kanalisation entleert wird und so ausreichend Volumen für die Aufnahme des Regenwassers zur Verfügung steht. Nach Ende des Starkregens wird der Schieber zum Kanal wieder geschlossen, so dass das Wasser weiter genutzt werden kann.

Beim den starken Regenfällen in 2021 wurden in diesem Gebiet besonders viele Keller überflutet, da die Häuser in einer „Troglage“ gebaut wurden. Dies soll nach Fertigstellung im September 2027 durch das neue Speichersystem verhindert werden.

Klimaangepasstes Wassermanagement
Neben dem Starkregenschutz ist das Speichersystem aber ein weiterer Baustein der Klimaanpassungsstrategie und Pilotversuch um in Zukunft das Niederschlagswasser in der Fläche zu halten und wieder zu nutzen, statt es direkt über die Kanalisation abzuführen. 

Das Wasser soll für die Bewässerung städtischer Grünflächen genutzt werden. Ein Teil wird geht in die automatisierte Bewässerung einer Musterpflanzfläche, der Rest kann von Tankfahrzeugen aufgenommen und zur Bewässerung weiterer Grünanlagen genutzt werden. Wenn sich das System bewährt, können weitere auch weit größere Zisternen im Stadtgebiet installiert werden.

Wissenschaftliche Begleitung
Das Förderprojekt wird außerdem wissenschaftlich begleitet. Dabei werden die Auswirkungen auf die Qualität des Niederschlagswassers, die Verfügbarkeit von Regenwasser zur Nutzung und die Zuverlässigkeit der Regenradardaten durch eine Hochschule untersucht.

Finanzierung
Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 600.000€. Es wird mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes NRW im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung zu 80 Prozent bezuschusst, so dass die Landeshauptstadt Düsseldorf eine Fördersumme von 480.000 Euro erhält. 

Aus der Pressemitteilung der Stadt.

Ein Video zu diesem Thema ist auf YouTube veröffentlicht unter: www.youtube.com/stadtduesseldorf

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