Die neuen Düsselbikes
(Foto: Stadt Düsseldorf)
Wenn jetzt noch ein Turbo beim Ausbau der Fahrradwege dazukäme, wäre das eine uneingeschränkt positive Meldung, aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und so wollen wir die kleinen Fortschritte bei der Mobilitätswende kräftig loben.
Neues Fahrradmietsystem gestartet
Seit dem 1. Juli sind die neuen Düsselbikes am Start. Düsseldorf hat damit ein stadteigenes Fahrradmietsystem implementiert und damit das öffentliche Mobilitätskonzept um einen weiteren Mosaikstein erweitert. Gestartet wurde mit 500 Rädern, seit dem 1. August sind weitere 1.000 Räder auf der Straße, und ab dem 1. September kommen nochmal 1.000 Räder dazu, so dass insgesamt 2.500 Fahrräder im Stadtgebiet zur Verfügung stehen. Die Räder können an den insgesamt 400 Sharingstationen und eigens aufgebauten Düsselbikestationen ausgeliehen werden, die über das ganze Stadtgebiet verteilt sind und die eine gute Abdeckung sicherstellen.
Neu ist an dem System, dass, im Unterschied zu bisherigen Fahrradmietsystemen, die Düsselbikes nur an den Sharing- und Düsselbikestationen ausgeliehen und zurückgegeben werden können, ansonsten läuft der Leihvorgang weiter. Das hat den großen Vorteil, dass unsachgemäß abgestellte Räder nicht Bürgersteige und Parkplätze blockieren und nicht von der Stadt wieder „eingesammelt“ werden müssen.
Innovativ ist weiterhin, dass für den Betrieb des Systems ein digitaler Zwilling entwickelt wird, der mittels datenbasierter Standortfindung und KI-gestützter Rebalancing-Methoden fortwährend lernt und sich selbst optimiert, so dass zum einen eine hohe Verfügbarkeit der Mietfahrräder an stark nachgefragten Orten gewährleistet wird und zum anderen Wartungsaufwände schneller erkannt und effizienter umgesetzt werden können. Für die Steuerung und das Management des Fahrradmietsystems ist die Stadttochter Connected Mobility Düsseldorf (CMD) verantwortlich, die dabei mit dem Dänischen Unternehmen Donkey Republic als Betriebspartner zusammenarbeitet.
Die Düsselbikes können rund um die Uhr ausgeliehen werden. Buchbar sind sie sowohl über die Donkey Republic App als auch zukünftig über die multimodale Mobilitätsapp Redy der Rheinbahn. Einzelfahrten kosten einen Euro pro 15 Minuten. Mit einen 3-Tages-Pass für 5 Euro, einem Monatsabo für 10 Euro oder einem Jahresabo für 60 Euro gibt es pro Fahrt jeweils 30 Freiminuten. D.h., wenn man hauptsächlich kurze Fahrten < 30 min. hat, fährt man diese mit einem der Abo´s kostenfrei, auch, wenn man mit Unterbrechungen mehrmals am Tag 25 min. ein Rad nutzt. Die Kosten bewegen sich damit im unteren Bereich verglichen mit anderen Anbietern und in anderen Großstädten.
Wir finden die Düsselbikes - insbesondere die festen Stationen und die moderaten Preise - eine gute Sache!
Weitere Informationen findet ihr in der Pressemitteilung.
Und hier geht es zu Düsselbike direkt.
Mobilitätsstation Römerstrasse nach einem halben Jahr
Unser Vorstandssprecher Klaus Kurtz stellt fest: „Menschen sitzen entspannt unter Sonnenschutz auf den Restaurationsterassen, es summt und brummt in der Mittagssonne durch erstaunlich zahlreiche Insekten, welche die vielen bunten Blüten der gepflanzten Stauden rund um die 15 neuen Bäume anfliegen, mitten in einem dicht besiedelten Stadtteil ist ein Kleinod entstanden, was insbesondere auch durch die Beteiligung vieler Anwohner so gelungen ist … die Station ist ja schon länger fertiggestellt, aber erst jetzt im Sommer ist das Zusammenspiel der neuen Pflanzungen und des ganzen Arrangements von Sitzgelegenheiten, Fahrradstation und Bepflanzung ganz besonders gut zu sehen …“.
Gemeint ist die im November 2025 neu errichtete Mobilitätsstation am neu gestalteten Platz Ecke Römer- und Collenbachstraße. Neben der Mobilitätsstation lag der Focus beim Umbau hier auf der Optimierung der Gehwege und Erhöhung der Verkehrssicherheit. Dazu wurden die Verkehrswege teilweise neugestaltet, Querungsstellen durch das Vorziehen von Gehwegen deutlich verkürzt, die Fußgängerüberwege barrierefrei gestaltet und die Straßenführung angepasst. Ein Links-Abbiegen von der Römerstraße in die Golzheimer Straße ist für den Autoverkehr nicht mehr möglich.
Zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität wurden am Kopf der Grüninsel in der Golzheimer Straße eine neuer Raum für die begrünte Fahrradstation, eine Sitzgruppe und eine bepflanzte Pergola geschaffen. Die Müllcontainer wurden durch Unterflurcontainer ersetzt und 15 neugepflanzte Bäume - darunter ein sehr bienenfreundlicher Japanischer Schnurbaum, Tulpenbaum und Spitzahorn - sowie vergrößerte Baumscheiben sorgen für mehr Grün und mehr Schatten. Zusätzlich wurden neue Außengastronomieflächen geschaffen, die von den Gastronomiebetrieben an der Collenbachstraße und an der Römerstraße genutzt werden.
Wir finden: Die Mobilitätsstation ist wirklich eine besondere und sehr gelungen!
Weitere Informationen findet ihr in der Pressemitteilung vom November 2025.
Neuer Carsharing-Rechner am Start
Carsharing oder eigenes Auto? Womit bin ich günstiger unterwegs? Wie beeinflusst meine persönliche Fahrleistung und meine individuellen Kosten wie Versicherung und Co. den Vergleich? Und lohnt sich der Kauf eines neuen Autos für mich? Diese Fragen kann der neue städtische Carsharing-Rechner beantworten.
Meist ist es sehr aufwändig sich die Informationen zu Tarifen und Kosten aus dem Internet zu beschaffen und zudem schwierig sie zu vergleichen, weil sich die Tarifstrukturen der Anbieter unterscheiden. Um den Überblick zu erleichtern und schnell einschätzen zu können, ob sich Carsharing im Vergleich zum eigenen Auto lohnt, hat die Stadttochter Connected Mobility Düsseldorf GmbH (CMD) diesen unabhängigen Carsharing-Rechner entwickelt.
Der neue Carsharing-Rechner ist personalisierbar und soll laut der Stadt sehr einfach zu bedienen sein. Mit vereinfachten Modellannahmen und Werten kann man sich einen schnellen und soliden Überblick verschaffen und mit individuell und städtespezifisch anpassbaren Werten kann man eine sehr realitätsnahe Einschätzung der persönlichen Kostensituation bekommen.
Carsharing-Angebot in Düsseldorf
Die Nutzung von Carsharing in Deutschland sowie in Düsseldorf nimmt kontinuierlich zu. Während im Jahr 2021 erst rund 5.000 Menschen bei den Carsharing-Anbietern registriert waren, ist Carsharing in Düsseldorf heute fest etabliert und wird bereits von mehr als 30.000 Düsseldorfern sowie von Pendlern und Touristen regelmäßig genutzt. 900 Carsharing-Fahrzeuge stehen dafür in der Landeshauptstadt zur Verfügung. Diese verteilen sich hauptsächlich auf den stationsbasierten Carsharing-Anbieter "Cambio Rheinland" sowie die Anbieter "Miles Mobility" und "Free2move", die einen stationslosen Ansatz, das so genannte Free-Floating, verfolgen. Die Fahrzeuge variieren in ihrer Größe vom Kleinwagen über den Familienkombi bis zum Transporter.
Carsharing wird in Düsseldorf im Rahmen der kommunalen Mobilitätsstrategie gefördert und ergänzt vor allem in den innerstädtischen Quartieren den Öffentlichen Personennahverkehr und den Radverkehr.
Wir finden den Carsharing Rechner hilfreich, insbesondere auch wenn Mobilitätsentscheidungen neu getroffen werden müssen, so bei einem Umzug nach Düsseldorf, einem Autokauf, nach dem Erwerb des Führerscheins etc.
Weitere Informationen findet ihr in der Pressemitteilung.
Hier ein paar Fotos der Mobilitätsstation an der Römerstraße und dem Carsharing Rechner: