Gaslaternen in Düsseldorf
(Foto: Klaus Kurtz)
Mitte März 2026 startete die Umrüstung von 60 Gaslaternen in der Halbuschsiedlung in Wersten. Dabei kann die Umrüstung der Mehrzahl der Leuchten unter Erhalt der alten Laternenhüllen bewerkstelligt werden. An einigen Stellen ist dies wegen „erhöhter lichttechnischer Anforderungen“, z.B. an ÖPNV-Haltestellen, wo verkehrssichere Beleuchtung nötig ist, nicht möglich. Hier werden moderne Leuchten aufgestellt.
Auch die Umrüstung in Eller läuft weiter. Weitere 316 gasbetriebene Leuchten werden auf LED umgestellt, auch hier überwiegend unter Beibehalt der ursprünglichen Leuchtenformen. An ca. 50 Standorte werden die alten Leuchten abgebaut und mit neuen modernen Leuchten ersetzt, auch hier wieder aus Gründen der Verkehrssicherheit.
Der Energiebedarf für die genannten 316 Leuchten in Eller verringert sich durch die Umrüstung von etwa 1,44 Gigawattsunden (GhW) auf etwa 0,026 GhW, eine Ersparnis von rund 1.42 GhW! Dadurch sinken die Energiekosten erheblich, je nach schwankenden Preisen um die 128.000 Euro, und das jährlich!
Auch die Kohlendioxid-Emissionen sinken um 274 Tonnen für die 316 ehemals gasbetriebenen Leuchten! Auch die Betriebskosten für die Beleuchtung werden sich um 85% senken, die alten Gaslaternen sind deutlich anfälliger für technischen Ausfall als Stromleuchten und Reparaturen teuer (Zahlenangaben aus RP-Artikel vom 17.03.2026).
Hintergrund dieser Maßnahmen ist der Ratsbeschluss, dass Düsseldorf die Klimaneutralität bis 2035 erreichen will. Dazu ist der Ausstieg aus der Nutzung von fossilen Brennstoffen, wie Gas, nötig, konsequenter Weise dann auch aus der gasbetriebenen Stadtbeleuchtung. Der Umbau der Gasbeleuchtung – es geht um ca. 14.000 Gasleuchten - wird noch Jahre dauern, aber 2035 ist nicht mehr weit.
Weiterer Hintergrund ist die in diesem Jahr vorgestellte Wärmeplanung der Stadt, d.h. heißt, die klimafreundliche Umrüstung der Gebäudebeheizung, wozu auch Warmwasserbereitung und Kochen mit Gas zählt. Langfristig ist in Düsseldorf wie auch in anderen Städten eine Stilllegung des Gasnetzes ins Auge gefasst.
Je mehr Gasnutzer aus dem Gasnetz aussteigen, z.B. durch Einbau von Wärmepumpen fürs Heizen, desto geringer wird die Zahl der Anschlüsse ans Gasnetz werden. Den Gasnetzbetrieb und seine Pflege zahlen jetzt alle Nutzer gemeinsam und je weniger daran in Zukunft teilnehmen, desto teurer wird es für jeden Einzelnen.
Werden, wie von der Gaslaternen-Initiative gefordert, weiter alle Gasleuchten mit fossilem Brennstoff, mit Gas, betrieben, würde die Stadt, also wir Steuerzahler, letztlich – neben den oben schon beschriebenen erheblichen Mehrkosten gegenüber LED-Beleuchtung - auch noch die Aufrechterhaltung eines stadtweiten Gasverteilnetzes alleine finanzieren müssen. Der Stadtrat hat im Jahr 2023 die richtige, zukunftsfähige Entscheidung zur Umrüstung getroffen.