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Ein Update zur kommunalen Wärmeplanung in Deutschland (Mai 2025)

13. Mai 2025 | Energiewende, Klimawandel, Kohle, Wärmewende

Wo stehen wir mit der Wärmeplanung in Deutschland, wie weit sind große und kleine Kommunen? Wo gibt es Hilfe und was kann der Einzelne beitragen...

Piktogramm mit Stadt in einem Kreis, Verlauf von Energieleitungen Der Energiebedarfs-Donut für Städte  (Bild: Qvantum Industries AB)

Seit dem Inkrafttreten des Wärmeplanungsgesetzes am 1. Januar 2024 sind alle Kommunen verpflichtet, bis spätestens 30. Juni 2028 einen Wärmeplan zu erstellen. Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen diesen bereits zwei Jahre früher, also bis zum 30. Juni 2026 vorlegen. 

Stand der Wärmeplanung in Deutschland
Das Kompetenzzentrum Wärmewende in Halle  (KWW) stellt vielfältige Information für die Wärmewende bereit, um Entscheidungen in diesem Prozess zu unterstützen. Beim KWW ist man optimistisch: "Die Wärmewende nimmt weiter Fahrt auf” so die Einleitung des Wärmewendenewsletters.  

Schaut man auf den Wärmewendeatlas (Stand April 2025), wird diese Einschätzung bestätigt. Etwa die Hälfte aller Kommunen befindet sich im Prozess der Wärmewende. 420 haben diesen bereits abgeschlossen. Wesentlich fortgeschrittener sind die Städte und Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern. 11,5% aller mittelgroßen und 21,7% aller großen Kommunen haben eine Wärmeplanung verabschiedet, 65,5% aller mittelgroßen und 78,3% aller großen Kommunen befinden sich im Prozess. Bei kleinen Kommunen sind dies weniger: 2,4% der Kommunen haben einen Wärmeplan, 41% haben den Prozess begonnen. Bezogen auf die Bevölkerung leben 24% in Kommunen, die noch nicht mit der Wärmeplanung begonnen haben. 

Regionale Unterschiede
Schaut man sich die Verteilung nach Bundesländern an, so ist Baden-Württemberg Vorreiter mit 237 abgeschlossenen Wärmeplanungen (22% aller BW-Kommunen), gefolgt von Rheinland Pfalz (120 | 5%) und Nordrhein-Westfalen (11 | 3%). 

Viele Kommunen stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Woher kommen die Daten und wer kann sie erfassen und auswerten? Gerade finanzschwache Kommunen haben Schwierigkeiten die Wärmeplanung in diesem Kontext umzusetzen.

Neben dem Kompetzenzzentrum Wärmewende gibt es weitere Unterstützung.
So hat das Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU) mit staatlicher Förderung einen umfassenden Leitfaden zur Wärmeplanung entwickelt. Dieser bietet Kommunen eine praxisnahe Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Erstellung von Wärmeplänen und betont die Bedeutung eines kooperativen Planungsprozesses. Ein begleitender Technikkatalog liefert zudem wissenschaftlich fundierte Parameter zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit und Klimawirkung verschiedener Versorgungsoptionen. Diese Ressourcen sollen insbesondere kleineren und weniger erfahrenen Kommunen helfen, die  Wärmeplanung erfolgreich umzusetzen.

Düsseldorf
In Düsseldorf ist die Potentialanalyse zur Wärmeplanung abgeschlossen. Gegenwärtig werden Ziel-Szenarien entwickelt, sowie Maßnahmen und eine Umsetzungsstrategie geplant. Der fertige Wärmeplan für Düsseldorf soll Anfang 2026 im Rat beschlossen werden. Eine Meldung mit einem Update für Düsseldorf folgt in Kürze. Falls Ihr Euch vorab informieren wollt stellt die Verwaltung über diese Webseite Informationen zur Verfügung.  

Fazit
Die kommunale Wärmeplanung schafft die planerische Grundlage zur Umsetzung der deutschen Energie- und Klimapolitik auf kommunaler Ebene. Sie ist eine Voraussetzung für die Umsetzung des Gebäudeenergiegesetzes. Es bleibt zu hoffen, dass das vorhandene Unterstützungsangebot nun auch kleinere Kommunen in die Lage versetzt, die Wärmeplanung abzuschließen und dann zügig mit der Umsetzung zu beginnen, damit wir in 20 Jahren sagen können: "die Wärmeplanung war anstrengend, aber rückblickend richtig. Es ist uns gelungen, die Wärme- und Kältebereitstellung auf erneuerbare Energien umzustellen.” 

Am Rande bemerkt: Jeder Einzelne kann seine eigene Wärmewende mit vorhandener Technologie beginnen. Wärmepumpen funktionieren fast in jedem Gebäude und es werden bis zu 55%, in manchen Fällen sogar bis zu 70% der Investition gefördert. 

Jetzt müssen wir nur noch selber aktiv werden.  

Wer sich engagieren möchte, ist herzlich eingeladen:

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