BUND-Kreisgruppe Düsseldorf
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50 Miniwälder und grüne Stadtoasen beschlossen

13. Juli 2026 | Klimaschutz, Klimaanpassung, Natur in der Stadt

Im Rahmen der Klimaanpassungs- und Biodiversitätsstrategie hat der Stadtrat am 18. Juni den Weg für 50 Stadtoasen bis 2030 frei gemacht …

Liste der ersten 11 Stadtoasen in Düsseldorf  (Bild: Stadt Düsseldorf)

Dem Beschluss vorausgegangen war ein ämterübergreifender Beteiligungsprozess, bei dem rund 100 Flächenvorschläge für Stadtoasenstandorte zusammengekommen waren. Nun startet das Projekt in einer ersten Runde an 11 Standorten (s. Liste auf dem Foto), darunter der Rochusmarkt und die Maria-Montessori-Gesamtschule an der Rosmarinstraße. 

Laut Planung können wir uns bis 2028 auf diese 11 neuen grünen Inseln in der Stadt freuen, bis dahin sollen sie fertiggestellt sein.

Parallel dazu läuft die Planung für die weiteren 30 Stadtorte. In dieser zweiten Phase liegt ein besonderer Schwerpunkt auf hochverdichteten Stadträumen. Außerdem wird die Standortliste auch kontinuierlich weiter fortgeschrieben und kann durch Vorschläge aus Stadtverwaltung, Politik, Bürgerschaft und weiteren Akteurs-Gruppen erweitert werden.

Hintergrund
Die Stadtoasen sind ein wichtiger Baustein der Düsseldorfer Klimaanpassungsstrategie. Durch zusätzliche Vegetation und eine erhöhte Biomasseproduktion fördern sie die natürliche Kühlung der Stadt, verbessern die Luftqualität, binden Kohlendioxid und stärken die Fähigkeit des Bodens, Wasser aufzunehmen und zu speichern. 

Gleichzeitig schaffen die Flächen neue Habitate und Schutzbereiche für die heimische Tierwelt und tragen dazu bei, die Biodiversität innerhalb des Stadtgebiets zu stärken. 

Daneben sollen die Stadtoasen auch wichtige soziale Aufgaben erfüllen: Sie schaffen offen gestaltete Orte für Begegnung, Beteiligung und gemeinschaftliches Engagement. Umweltbildung, Naturerfahrung und lokale Lernangebote können dort unmittelbar stattfinden. Je nach Standort und Nutzungsschwerpunkt werden unterschiedliche Formen von Stadtoasen entwickelt. Dazu gehören:

  • Stadtoasen an Straßen und Plätzen mit einem besonders hohen Entsiegelungs- und Begrünungspotenzial,
  • Stadtoasen im Stadtgrün mit Fokus auf Biodiversitätsmaßnahmen,
  • Stadtoasen an Schulen und Kitas zur Förderung von Naturerlebnis und Umweltbildung,
  • Stadtoasen am Wasser mit besonderem Potenzial zur Sichtbarmachung von Gewässern wie der Düssel
  • sowie Stadtoasen in neuen Stadtquartieren als Bestandteil künftiger Stadtentwicklungsprojekte.

Finanzierung
Die Planung und Umsetzung der 50 Stadtoasen soll ca. zehn Millionen Euro kosten. Für die erste Umsetzungsphase mit elf Stadtoasen wird mit rund 2,75 Millionen Euro gerechnet, wovon 736.400 Euro aus dem Bundesförderprogramms "Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ gefördert werden. 

Für die weiteren Umsetzungsphasen bis 2030 sollen Fördermittel aus dem Bundesprogramm "Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel" eingeworben werden.

Wir werden das Projekt kritisch begleiten
Der BUND wird sich die geplanten Projekte genau anschauen, wenn sie realisiert sind, und prüfen, welchen ökologischen Mehrwert diese Stadtoasen tatsächlich aufweisen. Ein bisschen Aufhübschen von Grünflächen in der Stadt wäre angesichts der Herausforderungen der Klimaanpassung zu wenig. Aber wir gehen erst einmal davon aus, dass diese Projekte wirklich hilfreich sein werden und werden berichten.

Ais Pressemitteilung der Stadt.

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