BUND-Kreisgruppe Düsseldorf
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überschwemmte Wiesen

Himmelgeister Deich aktuell

Der Deichstreit geht in die nächste Runde

Seit Jahrzehnten warten tausende Anwohner*innen im Süden Düsseldorfs auf einen wirksamen modernen Hochwasserschutz. Nun endlich sind zwei Abschnitte planfestgestellt (genehmigt) und werden gebaut: Vom Wasserwerk Flehe bis zur Ortsmitte Himmelgeist und von der Kirche bis zum Meierhof. Der BUND begrüßt ausdrücklich den bevorstehenden Bau dieser Abschnitte! 

Über den Verlauf des dritten Abschnitts im Himmelgeister Rheinbogen – ab Schloss Meierhof bis zum Campingplatz – wird noch gestritten: Sanierung auf alter Trasse oder Rückverlegung weiter ins Hinterland? Der BUND hatte die Planung auf alter Trasse beklagt und 2022 Recht bekommen wegen wesentlicher Mängel in den Planungsunterlagen. Die Stadt will weiterhin auf alter Trasse sanieren. 

Was fordert der BUND?

Rückverlegung des Deichs im Himmelgeister Rheinbogen ins Hinterland!

  • Dem Fluss mehr Raum geben (bis zu 100 ha zusätzlicher Retentionsraum),
  • Hochwasserschutz optimieren,
  • Naherholungsgebiet vor Bebauung schützen,
  • Wildbienenvorkommen retten,
  • Deichvorland vergrößern und zu einer vielfältigen Auenlandschaft entwickeln

Nutzen wir die Jahrhundert-Chance - jetzt muss der Deich ohnehin erneuert werden!

Was ist der aktuelle Stand?

Für das zweite Quartal 2026 ist angekündigt, die Planungsunterlagen für die Sanierung des Himmelgeister Deichs offenzulegen. Stadt und Bezirksregierung wollen versuchen, doch noch die Sanierung ohne Rückverlegung des Deichs hinzubekommen. Diese Möglichkeit hatte das Oberverwaltungsgericht im Urteil, mit dem die Planung von 2020 als rechtswidrig festgestellt worden war, offengelassen. 

Eine „Heilung“ der Verfahrensfehler wäre hier möglich. Es wird überaus interessant sein, wie die Stadt nun argumentieren wird, damit die Anforderungen von EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und Wasserhaushaltsgesetz NRW (WHG) als erfüllt angesehen werden können. Die Behörden werden überzeugend darlegen müssen, warum kein zusätzlicher Retentionsraum (nach WHG) und keine ökologische Verbesserung (nach WRRL) möglich sein sollen. 

Was an Argumenten bisher im Rahmen der Information der politischen Gremien durch die Stadtverwaltung zu diesem Thema bekannt geworden ist, deutet nicht auf tragfähige Begründungen hin. Der BUND wird sich diese „geheilte“ Planung sehr genau ansehen!

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So könnte es sein

„Wäre man schon vor Jahren auf eine Rückverlegung eingegangen, stände heute ein modernes Hochwasserschutzbauwerk — mit mehr Schutz, einer aufgewerteten Naturlandschaft und verbessertem Erholungswert." DEICHKONFERENZ DÜSSELDORF (Bündnis von Naturschutzverbänden), 2025

Weitere Informationen

Mehr zur neuen Planung und Hintergrundinformationen demnächst hier.